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11.04.2017 18:07 Alter: 2 yrs

29. Spieltag der Fußball-Bundesliga, Leipzig gegen SC Freiburg

Ostersamstag, 15. April 2017, 15.30 Uhr * Red Bull Arena, Leipzig * Leipzig gegen SC Freiburg *


Das Vorspiel

 

Am Samstag um 11.10 Uhr geht mein Swiss-Flug von Zürich direkt nach Leipzig. Um 12.20 Uhr bin ich vor Ort, übernehme einen Mietwagen und düse in die Leipziger City zum B&B-Hotel, wo ich günstig untergekommen bin. Beim Zweitligagastspiel in Leipzig hatte ich ein Hotel zwischen Stadt und Flughafen genommen, was zu einem langweiligen Abend in der Hotelbar geführt hatte. Diesmal also Innenstadt und trotzdem günstig. Nach dem Einchecken im Hotel kann ich dann gleich zum Stadion fahren und meinen Job machen. Das Besondere: ganz ohne Druck, ohne Abstiegsangst – völlig entspannt und mit der Lust, zu erleben, wie der SC Freiburg den Dosen-Club ein bisschen ärgert. Ich mag das Prinzip Leipzig nämlich nicht. Diesen Umstand habe ich auch in dem – zugegeben etwas ungewöhnlichen – Promo für die nächste baden.fm-Bundesligashow zum Ausdruck gebracht. Der von mir getextete und gesprochene Teil des Promos, das ab Mittwoch im Programm laufen wird, geht so:

„Es folgt die Osterbotschaft von baden.fm-Fußballnachtigall Frank Rischmüller: Gewalt – geht gar nicht! Beleidigungen – sind nicht unser Stil. Kritik am Kommerz- und Marketingprojekt Leipzig ist aber wichtig und notwendig! Viele Fußballfans wollen so etwas nicht. Sie sorgen sich um die Seele ihres Sports. Ich auch. Die schönste Antwort wäre die auf’m Platz…  Leipzig gegen SC Freiburg – live – in der baden.fm- Bundesligashow, Ostersamstag ab 15 Ihr.“

Und damit ist meine Haltung auch schon mal klar zum Ausdruck gebracht. Natürlich kann ich als Fußballer anerkennen was Rangnick als Strippenzieher und Hasenhüttl als Trainer da auf die Beine stellen. Das sind absolute Fachleute, Hut ab! Aber das ist ja trotzdem alles nur möglich, weil die Millionen aus einer ganz anderen Quelle sprudeln und das Ganze ein am Reißbrett entworfenes Marketingprojekt ist. Ärgerlich daran ist, dass so ein Konstrukt einem anderen Club, der vielleicht seit Jahrzehnten mit unendlich viel Engagement und Liebe zum Fußball darum kämpft, einmal in der Bundesliga mitzuspielen, einen Platz wegnimmt. Natürlich sind die Branchenriesen Dortmund und Bayern zum Beispiel AGs und es fließt dort auch sozusagen Geld im Überfluss. Der entscheidende Unterschied ist aber: Da war erst die Liebe zum Fußball, viel Arbeit, Erfolg und nochmal Erfolg und bundesweite, ja, internationale Fanbewegungen und Sympathiesanten und dann war das große Geld da, das die Vormachtstellung ein Stück weit zementiert. Das ist auch bitter für die "Kleinen" und am Detail könnte man, etwa bei der Verteilung der Fernsehgelder, noch etwas schrauben und im Sinne eines spannenderen Wettbewerbs in Liga 1 und Liga 2 ein wenig umverteilen, aber grundsätzlich erkenne ich die Führungsrolle von Bayern und BVB aufgrund der über Jahrzehnte geleisteten Arbeit an und akzeptiere sie klaglos. Leipzig in der Championsleague oder irgendwann sogar Meister – das fände ich – mit Verlaub – zum Kotzen.

DFL und DFB täten gut daran, zum Beispiel die 50+1-Regel weiter beizubehalten, Ausnahmeregeln strenger zu überprüfen und auf ein Minimum zu reduzieren um den unglaublichen Publikumserfolg der Bundesliga im Land des Weltmeisters nicht zu gefährden. Was könnte es ernsthaft für Gründe geben, schlechten Beispielen aus England oder Frankreich zu folgen? Frag in puncto Investoren doch mal nach bei München 60, ein zu einer Lachnummer verkommener Traditionsverein.  Ich habe fertig.

Zurück zum 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga, zu Freiburgs Gastspiel in Leipzig. Am Samstag, nach dem glücklichen Sieg gegen Mainz war der SC für 24 Stunden Tabellenfünfter.  Nach dem Hertha-Sieg gegen Augsburg dann Sechster – ein Platz, der für den Einzug in die Europa League reichen würde. Ich finde aber, darauf sollte sich das Umfeld jetzt nicht fokussieren. Nachher finishen die Jungs als Achter oder Neunter und die Fans sind enttäuscht und feiern gar nicht mehr diese geniale Saison des Aufsteigers…

Fakt ist, der Sport-Club ist kräftemäßig an der Kante und mit Grifo und Philipp fehlen zwei absolute Leistungsträger durch Verletzungen. Hinzu kommt das anspruchsvolle Restprogramm, unter anderem mit den schweren Auswärtsspielen in Leipzig und München, wo ja normaler Weise punktemäßig nichts geht. Also Favorit ist der SC für die Plätze fünf und sechs garantiert nicht. Trotzdem reise ich gerne nach Leipzig, auch weil meine Erwartungen an das Endergebnis ähnlich zurückhaltend sind wie vor der Auswärtsreise nach Wolfsburg – und dann kam ja alles ganz anders...

Mein persönliches Warmlaufen für Leipzig beginnt am Donnerstag um 12.30 Uhr mit der Teilnahme an der Pressekonferenz des SC. Für Karfreitag ist dann der übliche Fußballtalk bei baden.fm geplant. Diesmal werde ich von Jan Haselhofer befragt. Im weiteren Verlauf des Karfreitags fahre ich dann „mit Kind und Kegel“ nach Nänikon bei Zürich. Dort lebt mein alter Spezi Thomas, mit dem ich schon mit 18 oder 19 Jahren in Bielefeld in einer WG gewohnt habe. Wegen unserer schon so lange wehrenden Freundschaft war Thomas vor sieben Jahren auch mit in der Dominikanischen Republik, um Taufpate für meinen deutsch-dominikanischen Sohn Ben zu werden. Dass er dort meine zugegeben sehr attraktive Schwägerin Miledys traf, sich verliebte, die Schöne alsbald heiratete  und inzwischen mit ihr und ihrem Töchterchen in Nänikon lebt ist Legende. Inzwischen sind wir also sogar verwandt. Und wenn es am Karfreitag nach Nänikon geht, trifft meine Frau Yoani ihre Schwester und Nichte und ich meinen langjährigsten Freund und Spezi (so wie natürlich meine Schwägerin und Nichte) – aber wir Jungs lassen den Mädels dann die Freiheit, sich mal intensiv auszutauschen, während wir ein wenig dem Züricher Nachtleben zusprechen. Nicht zuletzt, weil es dort auch zu einem Aufeinandertreffen mit meinem bald 30-jährigen Sohn Jérôme kommen könnte, der seit Anfang des Jahres mitten in der Züricher City lebt und arbeitet. Das wäre dann der Startschuss für einen klassischen Herrenabend. Womöglich wird die Runde dann auch noch durch den Levin (ca. 25), das ist der Sohn von Thomas, erweitert. Die Frage ist: Ruht das Züricher Nachtleben am Karfreitag oderrrr? Also so ein bisschen Musik und so sollte schon sein...

Sonst gibt es halt Wein in Nänikon. Den bringe ich dann mit, denn Thomas kennt sich mit Wein nicht so aus (smile). Da mein alter Bielefelder Spezi mit Fußball nichts am Hut hat, werde ich die Aufstellung des SC für Leipzig mit ihm übrigens kaum diskutieren können…

Dann mache ich das halt hier: Wenn er wieder fit ist, könnte Guédé in Leipzig eine Option sein. Genauso die frischen Spieler, die zuletzt nicht in den kräftezehrenden Bundesligaspielen dabei waren. Ich denke zum Beispiel an Höfler oder Günter. Wer für Grifo im linken offensiven Mittelfeld kicken könnte… I don’t know. Milli ist ja verletzt.  Eventuell Günter vor Ignjovski. Ich spinne jetzt mal aber mit Schwolow – Kempf, Schuster, Söyüncü – Ignyovski, Kübler – Günter, Höfler (Frantz), Haberer (Frantz) – Niederlechner, Guédé (Haberer) wäre der SC meiner Meinung nach wettbewerbsfähig. Ob eine solche Elf ausreicht, um Leipzig aus den Angeln zu heben, muss der Samstag zeigen. Andererseits – so stark wie in der Hinrunde sind die Dosen ja nicht mehr. Man muss verdammt auf ihr Umschaltspiel aufpassen, aber das traue ich meiner aufgeführten SC-Formation durchaus zu. Die Fans werden Petersen vermissen. Nun, ich finde, Nils ist als Joker eine derartige Waffe, dass ich ihn genau in dieser Rolle derzeit für den SC am wertvollsten sehe. Er kommt spät rein, sieht und macht die Kugel rein. Das kann er wie kein anderer aktueller Bundesligaprofi. Spielt Nils von Anfang an, würde dem SC eine solche Waffe auf der Bank fehlen.

Am Samstagabend nach dem Sieg oder Punktgewinn bin ich mit BZ-Sportchef Michael Dörfler zum Essen verabredet. Sonntagvormittag um 10.45 Uhr geht dann mein Flieger zurück nach Zürich und anschließend die S-Bahn zur Familie nach Nänikon. Das dauere nur 20 Minuten, oderrrr, hat Thomas gesagt. Schaun mer mal…

Ich übertrage das Bundesligaspiel Leipzig gegen SC Freiburg am Ostersamstag ab 15 Uhr live in der baden.fm-Bundesligashow.

 

 Das Fußballspiel (Mein 864. SC-Livespiel)

„Außer Spesen nichts gewesen“ postete ich frustriert kurz vor meinem Rückflug bei Facebook.

Der Sport-Club hatte – ohne seinen besten Kreativspieler, Vincenzo Grifo, und seinen von der Konkurrenz umworbenen Top-Stürmer,  Maximilian Philipp – mit 4:0 beim Tabellenzweiten in Leipzig verloren. Der Gegner war besser. So etwas soll vorkommen im Sport.

Noch beim Spielstand von 0:0 hatte es freilich durch Mike Frantz und Florian Niederlechner zwei gute Einschussmöglichkeiten für den SC gegeben. Man kann trefflich spekulieren, wie sich das Spiel nach einer Freiburger Führung entwickelt hätte …

Es fiel positiv auf, dass der Sport-Club zu keiner Sekunde das Handtuch geworfen hat und dass die Hereinnahme von Höfler in der zweiten Hälfte zu mehr Ruhe und Struktur-, jene von Petersen zu mehr Torgefahr  im Spiel des SC Freiburg geführt hat.

Die grundsätzliche Leipziger Überlegenheit drückte sich allerdings durch vier Tore aus:

In der 36. Minute spielte Kapitän und Geburtstagskind Julian Schuster den Ball im Halbfeld mit der Brust. Schiedsrichter Manuel Gräfe aber sah ein Handspiel. Im Anschluss an die daraus resultierende Freistoßflanke gewann Poulsen unter Einsatz seiner Ellbogen im Strafraum ein Kopfballduell gegen Söyüncü und köpfte den Ball ins Netz – das 1:0, oder auch der „Dosenöffner“ wie die Leipziger später zu Protokoll gaben.

Lupenrein war im Gegensatz zum Führungstreffer das 2:0 durch den schnellen Tobias Werner in der 42. Minute. Einen Pass von Poulsen genau  in die Schnittstelle nahm der frühere Stuttgarter auf und lief Söyüncü mit dem Ball am Fuß davon. Im Abschluss blieb Werner eiskalt.

Der Doppelschlag vor der Pause war die Vorentscheidung. Leipzig war nicht nur besser, sondern führte jetzt auch noch mit 2:0…

In der zweiten Hälfte kamen Höfler für Schuster und Petersen für Guédé. Trotz des Rückstands kam der SC mutig aus der Kabine und bot Leipzig die Stirn. Doch gerade als leise Hoffnung aufkeimen wollte, es könne vielleicht doch noch einmal spannend werden, machte Keita für Leipzig alles klar. Der geniale  defensive Mittelfeldspieler der Gastgeber spielte quasi einen unfreiwilligen Doppelpass mit dem grätschenden Marc-Oliver Kempf und versenkte den Ball in der 51. Minute zum 3:0.

Jetzt nahm Leipzig das Tempo aus dem Spiel und der Sport-Club konnte einige weitere Akzente nach vorne setzen. Ein Treffer von Nils Petersen in der 79. Minute fand jedoch wegen einer knappen Abseitsstellung des Schützen beim Pass von Florian Niederlechner keine Anerkennung. Statt des 3:1 mit rein kosmetischer Bedeutung, fiel in der Schlussminute das 4:0. Demme traf per Kopf – der Sport-Club kassierte eine deutliche Schlappe, ohne allerdings auf ganzer Linie enttäuscht zu haben. Dass es am Ostersamstag nicht gereicht hat, um etwas Zählbares aus Leipzig mitzubringen, kann der SC Freiburg  angesichts seiner 41 Punkte  mit relativer Gelassenheit zur Kenntnis nehmen.  

 

Das Nachspiel

Gefrustet war ich trotzdem. Zum Teil wegen der Niederlage, wer verliert schon gerne in Leipzig? Sportliche Überlegenheit kann ich aber durchaus anerkennen. Mein persönlicher Frust hing mehr mit technischen Problemen während der baden.fm-Bundesligashow zusammen. Schon in Wolfsburg hatte es Aussetzer gegeben, die wir zunächst auf eine schlechte Funkverbindung, dann auf ein möglicher Weise defektes Mikrofon geschoben hatten. Ich hatte das Mikro während der Show in Wolfsburg ausgetauscht und es lief besser. Beim Heimspiel gegen Mainz erwiesen sich beide Mikros, die ich stets mitführe, als voll funktionsfähig.

In Leipzig jetzt, etwa Mitte der ersten Halbzeit, dieselben Probleme wie in Wolfsburg. Ich stellte aber erneut fest: Ich hörte alles, was Robert Wolf als Moderator sagte klar und deutlich – aber was ich sagte, kam aber nur bruchstückhaft im Funkhaus bzw. in den Radiogeräten an. Es konnte also kein Funkproblem sein, sondern musste mit Mikrofon oder Kabel zusammenhängen. Da die Mikrofone im Heimspiel funktioniert hatten, im Schwarzwaldstadion aber andere Mikrofonkabel zum Einsatz kommen, muss der Fehler beim Mikrofonkabel liegen. Während das Spiel dahin plätscherte und im Radio Musik lief, rannte ich aufgeregt durch die Ränge der Pressetribüne und suchte nach Hörfunkkollegen, die mir eventuell mit einem solchen Kabel aushelfen könnten. Es war vergeblich. So kommentierte ich den Rest des Spiels mit dem Handy am Ohr, was – schon wegen des Lärms drum herum - mehr schlecht als recht gelang. Nils schoss sein (Abseits-)Tor, ich meldete es im Radio, voll darauf konzentriert, dass technisch alles gut rüberkam und inhaltlich auf die Bedeutung des Treffers, die für das Spiel zwar gleich Null war, Nils Petersen aber zum besten Joker aller Zeiten gemacht hätte – wenn der Treffer denn gezählt hätte. Meine Tormeldung war nur eine zusätzliche Kurzeinblendung in der Show und erst als wieder Musik lief, bekam ich mit meinem Handy am Ohr mit, dass Schiri Gräfe das Petersen-Tor nicht anerkannt hatte. Natürlich haben wir das dann schnell im Radio korrigiert, aber klar war mir auch: Mit Kopfhörer und Mikrofon wäre ich ruhiger und konzentrierter gewesen, hätte sicher auch schneller mitbekommen, dass der Treffer nicht gewertet worden war.

Keine Frage, die Umstände waren am Samstag nicht auf meiner Seite: Die technischen Probleme und die damit verbundene Aufregung, das Tor, das keines war,  dazu noch die klare Niederlage der Jungs – das schien ein gebrauchter Ostersamstag für mich zu sein. Wegen der weiten Wege im ehemaligen Zentralstadion – zur Mixedzone muss man mitten durch ein Parkhaus eilen – kam ich auch etwas spät zu den Interviews. Kapitän Schuster bekam ich noch ans Mikro, dann musste ich auch schon – wieder durchs Parkhaus rennend – zur Pressekonferenz. Hier kam ich dann halbwegs zur Ruhe, machte mein obligatorisches Interview mit Christian Streich und war durch mit meinem Kram – aber auch fertig mit den Nerven…

BZ-Sportchef Michael Dörfler, mit dem ich zum Abendessen verabredet war, bat mich, noch eine halbe Stunde zu warten, da er noch etwas schreiben musste. So holte ich mir einen Kaffee, schaute im Presseaufenthaltsraum das Abendspiel Leverkusen gegen Bayern und checkte mit dem iPhone zum Beispiel meine vermutlichen Wettverluste…

Seit dem 1. April bin ich nämlich unter die Sport-Wetter gegangen, habe mir die App eines bekannten Wettanbieters heruntergeladen und tippe in der Regel Kombiwetten aus 1., 2. oder 3. Liga, unter der Woche auch CL und EL. Die Niederlage der Bayern gegen Real hatte mich schon einen satten Gewinn gekostet, weshalb ich die Lederhosenfuzzis jetzt noch weniger mag als vorher schon. Dortmunds Niederlage gegen Monaco hatte ich nämlich – wegen der außerordentlichen Umstände rund um das Spiel dort – korrekt prognostiziert. Aber Pustekuchen wg. Bayern...

Beim Spieltag der Bundesliga und der 2. Liga war ich auch leer ausgegangen, aber dann, als ich da wartend in den Katakomben des Leipziger Stadions saß, fiel mir auf, dass mir meine Drittliga-Kombiwette (fünf Spiele richtig prognostiziert) einen satten Gewinn von 530 Euro eingebracht hatte. Der Abend war gerettet!

Insgesamt liege ich jetzt nach drei Wochen als Hobby-Wetter übrigens bei meinen Gewinnen, abzüglich des Einsatzes, bei rund 1.200 Euro. (Es wären nochmal 300 Euro mehr gewesen, wenn Bielefeld gestern nicht in letzter Minute gegen Stuttgart das 2:3 kassiert hätte…)

Zurück nach Leipzig: Durch den Wettgewinn in meiner Laune aufgeheitert, fuhr ich dann in meinem Mietwagen, einem kleinen Audi A1, mit Michael Dörfler in die Leipziger Innenstadt, die – anders als die tristen Außenbezirke –  wirklich sehr sehenswert ist. Im Auerbachs Keller, wo einst Goethe seinen Faust geschrieben hat, wartete schon Stephan Mohrbach, SC-Edelfan aus Soest, auf uns. Wir aßen gut, gönnten uns einen guten Tropfen und so fand der lange Zeit eher unangenehme Ostersamstag 2017 doch noch ein schönes Ende für mich. Da ich wegen der langen Freitagnacht im Züricher Nachtleben arg müde war, fuhr ich vom Auerbachs Keller direkt zu meinem Hotel und schlief tief und fest, bevor ich am Ostersonntag vom Flughafen Halle-Leipzig aus (den Wettgewinn verschweigend) den Satz „außer Spesen nichts gewesen“ postete und via Zürich zurück in die Heimat reiste.