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05.09.2017 18:56 Alter: 102 days

3. Spieltag der Fußball-Bundesliga, SC Freiburg gegen Borussia Dortmund

Samstag, 9. September 2017, 15.30 Uhr Schwarzwald-Stadion, Freiburg SC Freiburg - Borussia Dortmund


Das Vorspiel

 

Zum Einstieg in den dritten Spieltag der Fußball-Bundesliga poste ich hier mal meinen Kommentar, der am Freitag mit dem Business-Newsletter vom SC Freiburg an seine Sponsoren und Partner verschickt wird. Hier ist das gute Stück im Wortlaut:

 

 

Unser SC Freiburg mag nach zwei Spielen noch sieglos sein, auf Platz 15 stehen und in Leipzig am Ende mit 1:4 unter die Räder gekommen sein - die grundsätzlichen Perspektiven des Teams sind trotzdem gut.  Dafür sprechen eine bemerkenswert starke erste Halbzeit in Leipzig und die jüngsten personellen Verstärkungen.  Nicht nur in der Frage des Stadionneubaus demonstrieren die „Macher“ unseres SC Freiburg Mut und Entschlossenheit. Auch bei dem Versuch, den durch die Abgänge von Grifo und Philipp erlittenen Kreativitätsverlust im Angriff auszugleichen, gehen die Entscheider des SC sehr offensiv zu Werke: Nach Marco Terrazzino (TSG 1899 Hoffenheim) und Bartosz Kapustka (Leicester City) verpflichteten die Freiburger zuletzt noch zwei weitere Hochkaräter für die Kreativabteilung. Der Transfer des 27-jährigen Franzosen Yoric Ravet (YB Bern) hatte sich für Kenner der Szene schon seit einiger Zeit abgezeichnet und wurde am Freitag, 25. August, endlich in trockene Tücher gebracht. Unmittelbar vor Ende der Transferperiode, am Donnerstag, 31. August, kam dann – für die meisten Beobachter überraschend – noch die Leihe des 20-jährigen Top-Talents Ryan Kent (FC Liverpool)  für ein Jahr zu Stande.

 

Rückkehrer Marco Terrazzino hat als sehr beweglicher, zentraler Offensivspieler mit Ideen und hoher Passqualität bei seinen jüngsten Einsätzen im SC-Trikot bereits auf sich aufmerksam gemacht. Während der hoch veranlagte Bartosz Kapustka nach einem verlorenen Jahr in Leicester noch Zeit brauchen wird, um dem SC in der Bundesliga helfen zu können, wäre eine Flügelzange, gebildet aus Yoric Ravet (rechts) und Ryan Kent (links), vielleicht noch nicht am Samstag gegen Borussia Dortmund aber durchaus sehr zeitnah, eine interessante Variante. Doch müssen sich die beiden Neuzugänge, der eine, ein arrivierter Erstligaspieler, der andere, ein Top-Talent vom Spitzenclub FC Liverpool, sputen, denn auch Eigengewächs Florian Kath lässt immer häufiger aufhorchen. Der flinke Außenbahnspieler hat sich als Leihspieler bei Drittligist 1. FC Magdeburg prima entwickelt und fiel beim SC zuletzt mehrfach als Torschütze auf. Im Regionalligaspiel der zweiten Mannschaft gegen den 1. FC Saarbrücken steuerte Kath einen „Doppelpack“ zum Überraschungserfolg des SC Freiburg bei und beim Test der Profis gegen den FC St. Gallen schoss Kath den Treffer zum 1:1-Endstand. Die jüngst vereinbarte Vertragsverlängerung begleitet und belegt die positive Entwicklung des Talents.

 

Die Aufgabe von Christian Streich und seinem Trainerteam ist es nun, die richtigen Mosaiksteine in der bestmöglichen Form zusammenzufügen und so möglichst zeitnah eine schlagkräftige SC-Offensive entstehen zu lassen. Eine spannende Aufgabe! Ähnlich wie jene, die neuen Jungs aus Polen, Frankreich und England in das bislang menschlich so gut funktionierende SC-Gefüge zu integrieren und ihnen die Clubphilosophie sowie die hier gelebten Werte zu vermitteln. Bekanntlich war in den vergangenen Jahren die mannschaftliche Geschlossenheit und das sprichwörtliche „an einem Strang ziehen“, neben der besonders hohen Laufbereitschaft aller, einer der wichtigsten Freiburger   Trümpfe im „Haifischbecken“ Fußball-Bundesliga.

 

Und jetzt kommt Borussia Dortmund… Die Freude über das Wiedersehen mit den ehemaligen SC-Größen Roman Bürki, Ömer Toprak und natürlich Maximilian Philipp auf der einen Seite und der Respekt vor der befürchteten sportlichen Übermacht des BVB auf der anderen, halten sich die Waage. Borussia ist fraglos eine der drei oder vier Ausnahmemannschaften der Liga. Weltmeister und ex-SC-Profi Matthias Ginter spielt übrigens seit ein paar Wochen nicht mehr für die Gelb-Schwarzen. Trotzdem verdient der nun für Mönchengladbach kickende einstige Freiburger Fußballschüler an dieser Stelle Erwähnung. In einem Interview wurde Ginter gefragt, ob er gegen Ende seiner Karriere diese lieber in China oder in den USA ausklingen lassen wolle. „Weder noch“, antwortete „Gindes“, sein Traum sei es, noch einmal für den SC Freiburg aufzulaufen… Für mich ein klarer Hinweis darauf, dass hier beim Sport-Club ein besonderer Geist herrscht; übrigens einer, der manchmal auch Berge versetzen, will sagen, große Gegner schlagen kann. (Zitatende)

 

Mein persönliches Vorspiel zum 3. Bundesligaspieltag heißt UNU, ist ein Motorroller mit Elektromotor und wird am Donnerstag, 7. September geliefert. Ich freue mich wie ein Kind auf Weihnachten… Erste Erfahrungen mit meinem neuen Fortbewegungsmittel erzähle ich dann am Donnerstag oder Freitag, wenn ich erste Touren unternommen habe und – jetzt geht es um die Hauptsache – bei der PK mit Christian Streich war.

 

(Ein paar Tage später...)

 

Am Donnerstagvormittag wurde mein Elektroscooter, also ein Motorroller mit Elektroantrieb, geliefert. Der mobile Akku kann daheim an der Steckdose aufgeladen werden. Ich bin ganz „narrisch“ mit dem kleinen Vehikel, dass ich für den Stadtverkehr in Bad Krozingen gekauft habe. Fahrspaß und Sprit sparen in einem Abwasch. Da Yoani gerade den Führerschein macht, kann sie künftig verstärkt auf das Auto zugreifen, wenn ich im Büro bin und so. Feine Sache! Nach der ersten Probefahrt ging es dann schon zur PK mit SC-Trainer Christian Streich; die ist immer in Freiburg und war daher automobil anzusteuern.

Gegen Dortmund fällt neben dem gesperrten Höfler auch der verletzte Kempf aus. Auch bei Petersen sieht es nicht so aus, als könne der Super-Joker am Samstag mitwirken. Heiß diskutiert wurde die Frage, ob es Sinn macht, gegen den BVB schon auf die jüngst verpflichteten Neuen, also Koch in der Abwehr sowie Ravet und Kent in der Offensive zu setzen. Gegen so einen mutmaßlich übermächtigen Gegner würde man die Neuen womöglich verheizen, meinte ein Kollege. Christian Streich nannte pro und contra: Losgelöst vom Ergebnis könnten neue Spieler in so einer Partie wichtige Hinweise für die nahe Zukunft geben und zudem schneller in die Mannschaft hineinwachsen – das spricht für einen Einsatz. Andererseits würde man bewährten Kräften, die dafür auf die Bank oder gar die Tribüne müssten, womöglich unrecht tun, haben sie doch immerhin gegen Eintracht Frankfurt ein Unentschieden erreicht und in Leipzig zumindest eine Halbzeit lang voll überzeugt. Festlegen wollte sich der Trainer nicht. Dass trifft zum Beispiel auf Lienhart zu, den Koch ja verdrängen müsste. Oder Koch für Kempf? Eher nicht, denn da gibt es ja noch Söyüncü, der nach dem 1:0-Sieg der türkischen Nationalmannschaft gegen Kroatien, bei dem der Freiburger 90 Minuten mitwirkte, mit Rückenwind vom Bosporus an seinen Arbeitsplatz zurückkehrte. Dass gegen die auf den Außenpositionen besonders stark besetzten Borussen beim SC, anders als in Leipzig, eher eine Viererkette zu erwarten sei und dass die Besetzung der Innenverteidigerpositionen mit Lienhart und Söyüncü wahrscheinlich sei, verriet Streich dann doch, wenn auch leicht verschlüsselt. Angesprochen auf Abrashi als Höfler-Ersatz im defensiven Mittelfeld antwortete Streich mit einem „vielleicht“. Andererseits, wenn der SC mit Viererkette spielt, wäre Schuster, zuletzt zentrales Glied der Dreierkette, für das defensive Mittelfeld frei und der Kapitän befindet sich im regelmäßigen Spielrhythmus. Das sagte nicht etwa der Trainer, sondern das ist meine persönliche Denke. Also Frantz und Schuster auf der Doppel-Sechs?

Blieben für die Außenpositionen im offensiven Mittelfeld zwei Spieler aus der Gruppe Haberer, Kath, Ravet, Kent und Kapustkas. Ich vermute, der Trainer setzt auf Haberer (links) und Ravet (rechts). Zentral und offensiv erwarte ich, unabhängig von Petersens Gesundheitszustand, Niederlechner und Terrazzino, letzterer vielleicht leicht zurückgezogen.

Dass es auch drei, vier andere Sinn machende Varianten gibt, ist bekannt. Dass es völlig unabhängig von der Personalauswahl gegen Borussia Dortmund sauschwer wird, ist ebenfalls kein Geheimnis. Dass die „BILD“ bei einer Freiburger Niederlage gegen den Tabellenführer, die ja – seien wir ehrlich – wahrscheinlich ist, von einem „kompletten Fehlstart“ des SC berichten würde, wie sie angekündigt hat, hieße, die Dinge zu verkennen. Das Spiel gegen Frankfurt endete Remis. Danach bescherte der Spielplan dem SC zwei Championsleague-Teilnehmer, zwei absolute Ausnahmemannschaften, als Gegner. Da auf Punkte zu spekulieren wäre vermessen. Leider sind ja drei, vier, vielleicht auch fünf Mannschaften in der Bundesliga durch ihre unvergleichbaren wirtschaftlichen Möglichkeiten geradezu entrückt. Für die Bundesliga ist das nicht so toll, gebe ich zu. Das erinnert mich an frühere Zeiten in den Niederlanden. Da gab es Ajax, Feyenoord, PSV und eine Zeit lang Twente. Den Rest der Liga kannte keiner und der Rest der Liga war chancenlos in den Spielen gegen die Favoriten. Damals war ich stolz auf die Bundesliga, in der es – trotz Bayern München – ausgeglichener und spannender zuging. Favoritenstürze waren auch häufiger als heute.

Heutzutage, wenn es gegen die Superreichen geht, verspüre ich deutlich weniger Vorfreude als bei „normalen“ Kicks. Insofern bin ich guter Hoffnung für die Spiele in Leverkusen, gegen Hannover und in Bremen und schaue dem Samstags-Kick gegen BVB mit einer gewissen Gelassenheit entgegen. Wenn gegen Dortmund ein Punktgewinn gelänge wäre es ein Bonuspunkt, einer, den man eigentlich nicht auf der Rechnung haben kann. Ich lasse mich aber gerne überraschen…

25 Stunden noch, dann ist Anpfiff. Mein persönlicher Anlauf auf das Spiel sieht wie folgt aus: Bis 17.30 Uhr schaffe ich im Verlag, muss unter anderem noch in unsere Lörracher Geschäftsstelle. Wenn ich zurück bin, geht es mit dem E-Roller heim und dann kommt die Freitagabend-Sofaphase… Zweite Liga bei Sky, eventuell HSV gegen Leipzig auf dem iPad – wenn die Technik vom Eurosport-Player diesmal funktioniert – oder eben irgendein Filmchen mit der Familie gucken. Das geht übrigens auch beides, also Film mit der Familie und Kick auf dem iPad.

Samstagvormittag muss ich dann endlich mal wieder ins Fitnessstudio. Seit dem Leipzig-Wochenende laboriere ich an einem grippalen Infekt. Bin ich morgen früh noch immer nicht in Form, schiebe ich das Training auf Sonntagvormittag und nehme als Vorbereitung auf den Radiojob im Schwarzwald-Stadion ein schönes warmes Schaumbad…

Und danach schauen wir mal…

 

 

 Das Fußballspiel (Mein 875. SC-Livespiel)

 

Genau genommen sahen die gut 24.000 Zuschauer im restlos ausverkauften Schwarzwald-Stadion zwei Spiele in handgestoppten 98 Minuten: Die erste Partie dauerte nur eine knappe halbe Stunde. Die im Vergleich zum Leipzig-Spiel auf sechs Positionen personell veränderte Elf der Gastgeber überraschte durch frühes Anlaufen der favorisierten Borussen und frechen Angriffsfußball. Schon in der 6. Spielminute bot sich Tim Kleindienst nach toller Vorarbeit von Janik Haberer und Bundesliga-Debütant Yoric Ravet die beste Torchance des gesamten Spiels, doch ex-SC-Keeper Roman Bürki rettete in dieser Situation das 0:0 für seinen BVB. Als Yoric Ravet nach seinem im Übereifer unterlaufenen groben Foul gegen Schmelzer mit der ersten Roten Karte nach Videobeweis in der Bundesligageschichte vom Platz gestellt wurde, begann ein anderes Fußballspiel.Für die verbeleibenden 60 Minuten plus Nachspielzeit beider Halbzeiten war es ein letztlich ideenloses Dortmunder Anrennen und eine fast schon heroische Freiburger Abwehrschlacht in Unterzahl. Gut gestaffelt und mit großem Kampfgeist beseelt hielt der SC Freiburg den Kasten sauber und verdiente sich den Punkt gegen den Tabellenführer. Besondere Erwähnung verdienten sich Torhüter Alexander Schwolow und die beiden jungen Innenverteidiger Philipp Lienhart und Caglar Söyüncü – beide erst 21 Jahre alt – die sich unglaublich gute Zweikampfwerte erkämpften.

 

Das Nachspiel

 

Routinemäßig verlief der journalistische Nachklapp des Unentschiedens gegen die Borussia. Die Spielerinterviews mit Philipp Lienhart und Christian Günter, der abschließende Talk mit Christian Streich – alles in der Wohlfühlzone. Selbst die „Rote Karte“ nach Videobeweis verführte niemanden (außer Amir Abrashi: „…ein Scheiß“) zu drastischer Kritik, selbst Christian Streich nicht; auf den ersten Blick bzw. beim ersten Zuhören. Dass der Freiburger Trainer aber eben gar nicht so glücklich ist mit der neuen Regel, die an vielen Stellschrauben des Spiels dreht (Spielerverhalten, Schiedsrichterverhalten, Zuschauererlebnis etc.) wird deutlich, wenn man auf die Zwischentöne hört; glaube ich. Deshalb habe ich diesen Umstand zu einem der Themen meiner Zeitungskolumne gemacht, die am Mittwoch und Donnerstag in knapp 300.000 Wochenzeitungen in Südbaden erschienen ist. Hier die Kolumne im Wortlaut:

SC INTEAM

Ohne den in der Erprobungsphase befindlichen Videobeweis hätte der SC Freiburg beim Saisondebüt gegen Eintracht Frankfurt das 1:0 erzielt und mutmaßlich mit genau diesem Ergebnis gewonnen. Im zweiten Heimspiel, am vergangenen Samstag  gegen Borussia Dortmund, hätte der französische Neuzugang Yoric Ravet für sein im Übereifer begangenes grobes Foul gegen Schmelzer „Gelb“ gesehen und wäre nicht vom Platz geflogen. So erklärt sich vielleicht, dass die neue „Big Brother is watching you“- Praxis der Bundesliga beim Sport-Club Freiburg nicht unbedingt mit Begeisterung aufgenommen wird.  Emotionale Äußerungen wie, der Videobeweis sei „ein Scheiß“, so  SC-Mittelfeldspieler Amir Abrashi nach dem 0:0 gegen Dortmund, mögen von den gefühlten Benachteiligungen des SC Freiburg gesteuert sein, die ja faktisch keine waren, wie Trainer Christian Streich korrekter Weise bekennt: Vor dem Tor gegen Frankfurt habe es eine knappe Abseitsstellung gegeben und das Foul von Ravet könne man mit „Rot“ bestrafen, lässt Streich wissen. Somit habe der Videobeweis für mehr Gerechtigkeit gesorgt, was ja das angestrebte Ziel sei. Streichs Bedenken kommen im Nachsatz eher unauffällig  daher, wenn der Trainer, der von einem Berufskollegen schon respektvoll als „das Gewissen der Bundesliga“ bezeichnet wurde,  erklärt, „Der Videobeweis wird das Spiel verändern“. Man könnte fragen: Ist  das  gewollt? Fakt ist: Die Wartezeiten bei Intervention des Videoassistenten aus Köln sind lang und nervig. Spontane Freude und Verdruss kommen auf die Wartebank, Torjubel findet nur noch unter Vorbehalt statt. Ich kenne einen Radiokommentator, der findet den Videobeweis  wenig reizvoll: „Tooooooooooor! – diese Meldung ist allerdings ohne Gewähr. Nach dem nächsten Musiktitel sagen wir Ihnen, ob der Treffer zählt“, müsse er nun kommentieren. Nun geht es freilich nicht um Vor und Nachteile von berichtenden Medienunternehmen, doch auch das Stadionerlebnis ändert sich massiv. Wie hoch ist also der Preis für mehr Gerechtigkeit? Verliert der Fußball gar an Reiz?

Rein sportlich scheint beim SC Freiburg nach dem unerwarteten Punktgewinn alles in Butter. Die beiden Heimpunkte aus den Spielen gegen Frankfurt und Dortmund sind nun die Basis, um bei einem Sieg in Leverkusen, gegen Hannover und/oder in Bremen in der Tabelle schnell einen Sprung nach oben zu machen. Vier oder fünf Punkte aus diesen drei Spielen scheinen realistisch und wären im Kampf um den Klassenerhalt eine große Hilfe. Die erfolgreiche kollektive Abwehrschlacht in Unterzahl gegen Favorit BVB dürfte das Teambuilding der neu zusammengestellten Truppe erleichtern und das Selbstvertrauen stärken. Nach dem höchst erfreulichen Punktgewinn hat es einen launigen Mannschaftsabend gegeben. Die Neuen mussten singend ihren Einstand geben. Ein Videobeweis liegt – leider oder zum Glück – nicht vor. (Zitatende)

Die Kolumne ist im Laufe des vergangenen Montags entstanden. Ein aufregender Tag für mich, denn ich hatte ein Date mit der Bundesverteidigungsministerin von der Leyen. Das Interview sollte eine ganze Seite in den Ausgaben Breisach/Kaiserstuhl und Bad Krozingen/Staufen/Ehrenkirchen füllen – eben in den Gebieten, die die Ministerin besucht hat. Da musste ich heftig switchen zwischen Fußball und Politik…

Am Dienstag mussten wir dann alle elf Lokalausgaben von ReblandKurier und Wochenblatt fertig machen, was den ganzen Tag, bis abends um 22.15 Uhr in Anspruch nahm. Die erste richtig stressige Ausgabe seit dem „Sommerloch“ sozusagen. Insofern ging die UEFA-Champions-League am Dienstagabend ziemlich an mir vorbei. Wobei ich ohnehin die Bundesliga viel wichtiger und interessanter finde. Dass eben diese auf internationaler Ebene jetzt unter anderem von so kommerziellen Kunstprodukten wie Leipzig und Hoffenheim vertreten wird, ist mir ein Graus.

 

Mein wirklicher Erholungstag ist allwöchentlich - nicht wie bei Familie Normalo der Sonntag -  sondern der Mittwoch. Da habe ich, abgesehen von den wenigen „Englischen Wochen“ einer Fußballsaison komplett frei. Ab donnerstags laufen dann wieder die Vorbereitungen und der Countdown  für das nächste Bundesligawochenende und die nächste Zeitungsproduktion.