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21.02.2019 16:43 Alter: 25 days

23. Spieltag der Fußball-Bundesliga, SC Freiburg gegen FC Augsburg

Samstag, 23. Februar 2019, 15.30 Uhr Schwarzwald-Stadion, Freiburg SC Freiburg - FC Augsburg


Das Vorspiel

 

Vor 25 Jahren, in der Saison 93/94, spielte der SC Freiburg erstmals in der Fußball-Adelsklasse mit. Das markiert der Verein, zusammen mit Ausrüster hummel, durch ein Sondertrikot im Spiel gegen Augsburg. Ich finde es gelungen, fände aber einen Sieg am Samstag noch viel wichtiger als das Hemdle...

Zwei Fragen bewegen Christian Streich und sein Trainerteam vor dem Heimspiel am Samstag, 23. Februar, 15.30 Uhr gegen den FC Augsburg. Die erste Frage lautet:  Wie kann die Defensive personell aufgestellt werden, um gegen eine mitunter sehr variabel agierende Augsburger Mannschaft, zwischen einer Viererkette und Dreierkette oder zwischen Dreierkette und Viererkette – je nachdem, wie das Spiel begonnen wird - zu switchen, ohne auswechseln zu müssen?

Die zweite Frage ist auch personeller Art und hängt mit der Frage zusammen, wie der SC Freiburg derzeit seine Tore erzielt: Ganz selten sind es Angriffe über acht Stationen mit einem erfolgreichen Abschluss. Entweder trifft Freiburg derzeit nach Standartsituationen, zum Beispiel nach Eckbällen, oder nach, durch konsequentes Pressing erzwungenen Ballgewinnen und ein zwei schnellen Pässen bis zum Abschluss.

Das Heimspiel gegen Wolfsburg mag als Beispiel dienen, insbesondere der Ausgleich durch Grifo zum 1:1, dem eine klassische Pressingsituation vorausging, und das 2:2 durch Petersen, nach einer Grifo-Ecke. Auch Lienhart traf ja noch nach einem Waldschmidt-Eckball, doch wurde das vermeintliche Siegestor aus nach wie vor nicht wirklich überzeugenden Gründen nicht anerkannt.

 

Was folgt daraus?

Bei der Besetzung der Defensive - ohne den gesperrten Günter - ist es  ähnlich heikel, wie bei der Auswahl der richtigen Spieler in der Offensive. Es gibt nämlich nur einen Spieler, der einen starken linken Fuß hat und sowohl linkes Glied einer Viererkette als auch linker Innenverteidiger einer Dreierkette spielen könnte; der ist allerdings 19 Jahre jung und hat noch keine Minute in der Bundesliga gespielt: Nico Schlotterbeck – also der andere „Schlotter“, nicht etwa Keven, der in Stuttgart seine Feuertaufe hatte und sie als Guldeersatz in der Innenverteidigung gut überstanden hat.

Geht Streich das Risiko mit einem 19-jährigen "Greenhorn" ein?

In der Offensive sind Spieler gefragt, die besondere Stärken im unermüdlichen Pressen der gegnerischen Abwehrspieler haben. So erklärt sich die häufige Berücksichtigung von Lukas Höler in den vergangenen Wochen, der – das weiß jeder SC Fan – im Aufbauspiel mit dem Ball nicht zu übersehende Defizite hat. In Schalke war das beinahe tragisch, weil bei etwas mehr Ballsicherheit von Höler im Spiel nach vorne mehr als ein Remis möglich gewesen wäre. Beim Pressing aber arbeitete er, auch auf Schalke, vorbildlich. Höler steht in Konkurrenz zu Waldschmidt, der im Spiel mit dem Ball ein Juwel im SC-Spiel ist, im Pressing aber ähnlich weit hinter Höler zurückliegt, wie Höler gegenüber Waldschmidt im spielerischen Bereich.

Wenn aber gelungenes Pressing derzeit besonders wichtig für Freiburger Torchancen und Torerfolge ist, bereitet die richtige Auswahl der Offensivstrategen durchaus Kopfzerbrechen. Bekommt Höler erneut das Vertrauen?

 

Das Spiel selbst ist von wahnsinniger Bedeutung für beide Mannschaften. Augsburg könnte den Rückstand auf Freiburg auf drei Punkte zusammenschmelzen lassen und wieder Anschluss ans untere Mittelfeld finden – der SC könnte einen Befreiungsschlag landen und den Vorsprung vor Augsburg auf neun Punkte schrauben, ganz unabhängig von der Frage, was mit den Mannschaften passiert, die hinter Augsburg auf den heiklen Plätzen der Bundesliga stehen. Stuttgart (15 Punkte, Platz 16) muss schon am Freitag in Bremen antreten. Hannover (14 Punkte, Platz 17) hat die Frankfurter Eintracht zu Gast und Nürnberg (13 Punkte, Platz 18) muss bei Fortuna Düsseldorf antreten. Läuft es in diesen drei Spielen einigermaßen glücklich für die davor platzierten Teams Freiburg, Schalke und Augsburg reicht am Wochenende vielleicht ja auch – ähnlich wie zuletzt auf Schalke – ein Unentschieden, um sowohl dem SC als auch den Gästen aus Augsburg zu ermöglichen, den Abstand zum tiefen Keller zu vergrößern…

Natürlich hat der SC den Anspruch, sein Heimspiel zu gewinnen. Andererseits hat FCA-Trainer Baum das Spiel zum „Charaktertest“ ausgerufen und spornt seine Jungs damit womöglich zu einer besonderen Leistung im Schwarzwald-Stadion an. Aus Sicht der personell – ähnlich wie der Sport-Club – etwas gebeutelten Fuggerstädter wäre ein Sieg auch so etwas wie ein Befreiungsschlag. Mal schauen, wer die besseren Nerven hat…

 

Bevor die baden.fm-Bundesligashow am Samstag beginnt, muss ich am Samstagvormittag mit Familie zum „Tag der offenen Tür“ des Kreisgymnasiums Bad Krozingen gehen.  Für unseren Großen, Ben, steht ja im Sommer der Transfer zu einer weiterführenden Schule an und auf dem "Gymi" bei uns hier im Städtle ist Ben sicher am besten aufgehoben. Die Veranstaltung geht von 9 Uhr bis 12 Uhr. Danach muss ich mich sputen... Ich kann ja an so einem Tag nicht ganz in hummel gedresst und mit baden.fm gebrandet den künftigen Lehrern meines Sohnes gegenübertreten. Ich glaube, das käme nicht so gut an. Also nach dem Besuch auf Bens künftiger Schule heißt es heimfahren, essen, umziehen und dann ab zum Stadion.

Hinterher, also nach dem Job, läuft es dann ähnlich ab: Heimfahren, essen, umziehen und ab zur Comedy-Show von TV-Größe Ingolf Lück in Müllheim. Bei so einer öffentlichen Veranstaltung, fern des Fußballs, will ich ja auch nicht als Fußballreporter herumlaufen...

Ob ich bei der Show des Bielefelders Ingolf dann so richtig ablachen kann, wird nicht nur an seinen Gags, sondern auch am vorherigen Auftritt des SC gegen Augsburg liegen und vielleicht noch an den Ergebnissen auf den anderen Plätzen.

Ich bin von Kopf bis Fuß auf Heimsieg eingestellt – das ist meine Welt – und sonst gar nichts…

 

Ich übertrage das Bundesligaspiel SC Freiburg gegen FC Augsburg am Samstagnachmittag in der baden.fm-Bundesligashow ab 15 Uhr live.

 

Das Fußballspiel

(Mein 933. SC-Livespiel)

 

Die erste Halbzeit vor 23.600 Zuschauern (einige Sitzplätze im Gästeblock waren freigeblieben) gegen den FC Augsburg war für SC-Fans ein Traum. Der FCA bekam gegen eine Freiburger Mannschaft, die die Gäste mit brutalem Offensivpressing „erstickte“ kein Bein an den Boden. Zahlreiche durch Haberer, Petersen, Waldschmidt und Grifo „erpresste“ Ballgewinne in der Augsburger Hälfte sorgten für eine große Zahl von Torchancen, die jedoch entweder vom glänzend disponierten Gäste-Ersatzkeeper Kobel abgewehrt wurden oder eben knapp verpasst wurden. Die Treffer fielen trotzdem – nach Standards: Nach neun Minuten bereits durfte gejubelt werden, als ein langer Abschlag von Schwolow von Augsburgs Abwehrspieler Khedira verpasst wurde. Petersen hatte genau darauf gehofft und gelauert und konnte so, etwa am Elfmeterpunkt stehend unbedrängt draufhalten – 1:0, das Stadion tobte und ich durfte den ersten langgezogenen Torschrei durchs Mikrofon jagen.

Nach einer halben Stunde dribbelte Grifo parallel zur Strafraumlinie und wurde gefoult. Der Standardspezialist – Leihgabe aus Hoffenheim – trat persönlich an und schlenzte den Ball unhaltbar für Kobel ins linke obere Dreieck; leicht abgefälscht war der Ball zudem, hätte aber vermutlich auch ohne den Scheitelwischer sein Ziel gefunden. Weitere Chancen der hoch überlegenen Freiburger in ihren Jubiläumstrikots sorgten für Festtagsstimmung im Schwarzwald-Stadion. Das 3:0 war dann wieder ein einstudierter Standard. Grifo trat die Ecke ins Zentrum, Petersen war am ersten Pfosten zur Stelle und köpfte ein. Kurz darauf verfehlte Grifo, der zu den Besten auf dem Platz gehörte, das Tor nur knapp – so ging es mit 3:0 in die Pause und Augsburg konnte froh sein, nicht schon vor der Pause ein veritables Debakel erlebt zu haben.

Fußballspieler sind auch nur Menschen und in dem Gefühl, jetzt etwas zu besitzen – die klare Führung nämlich – was man unter Umständen auch verlieren könnte, schlichen sich vorübergehend Konzentrationsmängel und kleine Fehler ein. Ein solcher ermöglichte Khedira in der 52. Minute den Treffer zum 3:1. Ein zwei weitere Szenen in der Folgezeit sorgten für eine gewisse Nervenanspannung und Sorge, bis Waldschmidt zuschlug. Es war die 64. Minute als Schiedsrichter Welz aus Wiesbaden nach einem Foul an Grifo in Strafraumnähe Vorteil gelten ließ, der Ball zu Waldschmidt kam und dieser mit Auge und seiner grandiosen Schusstechnik aus 18 Metern die Entscheidung herbeiführte. Das 4:1 beendete jegliche Unsicherheit bezüglich des erhofften Sieges, auch wenn Gregoritsch in der Folgezeit noch zwei Großchancen haben sollte: Direkt nach dem 4:1 von Waldschmidt traf  Offenivallrounder Gregoritsch, der sich seiner Zeit, bei seinem Abschied vom Hamburger SV, gegen den SC Freiburg und für den FC Augsburg entschieden hatte, den Innenpfosten, wenig später stand Schwolow genau richtig und verhinderte so einen weiteren Treffer der Gäste durch Gregoritsch. Ich sage mal so... Sollte Augsburg absteigen, den Gregoritsch könnte man schon nehmen...

Als zur Schlussphase noch Niederlechner ins Team kam, war fast klar, was dann passieren würde – hatte der gebürtige Bayer in den letzten Wochen doch schon zwei Mal seine Joker-Qualitäten unter Bewies gestellt. Nach Pass von Haberer gelang Niederlechner in der 85. Minute aus halblinker Position tatsächlich der 5:1-Endstand. Gejubelt wurde übrigens  zwei Mal: Zunächst beim Treffer, dann folgte ungläubiges Gebrummel, weil der Assistent (unverständlicher Weise) die Fahne gehoben hatte und das Tor drohte, nicht gewertet zu werden. Schließlich bekam Schiri Welz aus Köln das Signal vom VAR (Video Assistent Referee), dass der Treffer regulär war und Niederlechner sich nicht im Abseits befunden hatte. 5:1 – es war der Endstand.

 

Das Nachspiel

5:1 gegen Augsburg – es war einer der höchsten Bundesligasiege des SC Freiburg überhaupt. Das letzte Mal war das an einem unvergessenen  warmen Sommertag des Jahres 1994 gelungen. Gegner war damals der FC Bayern und das Spiel ging in die Geschichte ein. Ich war damals auch schon am Mikrofon dabei und so eine Erinnerung macht einem dann wieder klar, wie wahnsinnig schnell die Zeit vergeht, wie man – fast ohne es zu merken – älter wird. Ich bin allerdings dankbar, dass ich das alles erleben durfte und darf und führe meine relativ robuste Gesundheit ein Stück weit auch auf das große Glück zurück, das mir dieser lange Weg bereitet und das mich zu einem grundsätzlich positiven Menschen macht.

"Zurück zu Lück" – nein, erst mal zurück zur Nachbereitung des Spiels vom Samstag. In der Mixedzone wurden uns SC-Kapitän Mike Frantz und Luca Waldschmidt zugeführt. Da ich die Interviews im Auftrag des offiziellen SC-Medienpartners baden.fm für die Homepage www.scfreiburg.com mache, war ich – wie immer, wenn ich schnell genug, also vor den Spielern, in die Mixedone komme, in der Poleposition. Diesmal sorgte für etwas Murren der Kollegen, dass der noch relativ neue Leiter Kommunikation und Medien, Klaus Bellstedt, die Jungs nach meiner letzten Frage gleich wieder von der Reportertraube wegbeorderte, was nicht im Sinne der Kollegen ist, die auch noch eigene Fragen stellen wollten. Ich bin sicher, das kriegt man aber schnell durch ein nettes Gespräch aus der Welt. Vielleicht spielte aber auch ein aktueller Konflikt zwischen dem SC und BILD-Reporter Sebastian Prengel, der im Reporterpulk dabei war, eine Rolle. Der Kollege, eigentlich ein netter Kerl aber eben Boulevardjournalist, hatte eine etwas unschöne Geschichte gemacht und Christian Streich  vorgeworfen, in seinen Pressekonferenzen vor den Spielen nur zu „labern“ und zu „schwafeln“. Nach der PK am Samstag und dem Interview mit mir knöpfte sich Streich den Kollegen dann vor und las ihm quasi öffentlich die Leviten. Das ist ein Konflikt, der sicher noch nicht ausgestanden ist.

Meine persönliche Meinung zu der Geschichte?

Ich komme mit Sebastian ganz gut aus, hatte ihm aber auch gesagt, dass „labern“ ein sehr aggressiver Vorwurf in diesem Zusammenhang ist und dass er die Streich-PK vor den Spielen herabqualifiziert, die bundesweit als „Kult“ betrachtet wird. Kein Trainer verrät in einer Pressekonferenz seine Taktik und/oder seiner Aufstellung. Aber: Wer zum Beispiel am Donnerstag gut zugehört hat, zum Teil auch zwischen den Zeilen, konnte auch fachlich einiges mitnehmen und medial verarbeiten, wie zum Beispiel meine Ausführungen über Offensivpressing etc. im „Vorspiel“ beweisen. Offensivpressing war in der PK Thema und im Spiel gegen Augsburg dann entscheidend für den Verlauf.

Unter dem Strich bin ich sehr froh, dass ich nicht für BILD arbeiten muss, die - unter anderem - von solchen manchmal durchaus unappetitlichen Geschichten und vom gelegentlichen „Zündeln“ lebt.

Meine persönlich sehr gute Laune konnte der Konflikt zwischen dem Trainer und dem Kollegen nicht trüben. Das 5:1 war ein Befreiungsschlag und der tut – angesichts der schweren Wochen, die vor dem SC liegen – richtig gut.

Eine solche Einordnung habe ich auch in meiner aktuellen Kolumne „SC INTEAM“ für die Wochenzeitungen am Oberrhein (WZO) vorgenommen, die Mitte der Woche zwischen Ortenau und Schweiz in rund 300.000 Zeitungen erscheinen wird. Hier und für Euch schon mal vorab:

 

SC INTEAM

Die erste Halbzeit gegen Augsburg konnte begeistern, die zweite Halbzeit war durchwachsen, das Endresultat, ein 5:1-Erfolg, der höchste Bundesliga-Sieg in der Streich-Ära, ist für Anhänger und Freunde des SC Freiburg ein Grund zur Freude. Nicht mehr und nicht weniger. Sportlich kommt der „Dreier“ nach den sieglosen Wochen seit Weihnachten und den drei Punkteteilungen zuvor einem Befreiungsschlag gleich. Von den fünf Mannschaften, die in der Tabelle hinter dem Sport-Club stehen, konnte Stuttgart und Nürnberg jeweils nur einen Zähler einfahren, Schalke, Augsburg und Hannover verloren ihre Spiele. So konnte der SC seinen Sicherheitsabstand vor dem Relegationsplatz 16 auf stattliche elf Punkte ausbauen. Das ist beruhigend aber ganz sicher kein Ruhekissen. Ein Blick auf das Programm der nächsten Wochen zeigt, dass ein gewisses Polster mehr als notwendig werden könnte, angesichts der Großkaliber, mit dene sich der Sport-Club auseinandersetzen muss. Die nächsten acht, neun Spiele bestreitet der SC gegen Gegner, die in der Tabelle besser platziert sind als der Sport-Club, darunter sind auch die Kräftemessen gegen Bayern und Dortmund oder auch so schwere Auswärtsaufgaben wie am kommenden Samstag in Leverkusen (Anstoß: 15.30 Uhr, live bei Sky und baden.fm), in Mönchengladbach und Leipzig. Es könnte also sein, dass die Punkte in den nächsten Wochen allenfalls wieder mit der Eichhörnchen-Methode gesammelt werden, unter Umständen muss man, realistisch betrachtet, auch mal ein paar Niederlagen am Stück einkalkulieren. Deshalb war der „Dreier“ gegen Augsburg von so großer Bedeutung. Vier ungeschlagene Spiele in Serie, der Sieg gegen den Mitkonkurrenten FCA als Krönung, das verschafft für die schweren Aufgaben der nächsten Wochen eine breitere Brust und vermittelt die Hoffnung, dass der eine oder andere Punkt auch gegen die Granden der Liga eingesammelt werden könnte.

Die Gründe für die jüngste Entwicklung beim SC sind klar erkennbar: Konsequentes Offensivpressing bereitet den Gegnern große Probleme. Im zentralen defensiven Mittelfeld zahlt sich die Rückkehr von Amir Abrashi aus, der an der Seite von Routinier Mike Frantz viele gegnerische Angriffe, die das Pressing der vordersten Reihe überstanden haben, im Keim erstickt. Natürlich war der taktische Mut des SC auch mit den zuvor bekannten personellen Problemen der Augsburger begründet, die in Freiburg letztlich chancenlos waren. Es wird spannend, zu erleben, wie spielerisch bessere Gegner dem SC begegnen. Erfreulich ist, dass sich das Lazarett beim SC lichtet und Spieler wie Höfler, Sallai und Borello den internen Konkurrenzkampf erhöhen werden. (Zitatende)

 

"Zurück zu Lück" und diesmal wirklich, denn nach dem Spiel besuchte ich mit meinem Sohn Ben (10) die Comedy-Show von Ingolf Lück in Müllheim. Etwas skurril war, dass der Auftritt in einer Kirche stattfand – in der Martinskirche, gleich beim Markgräfler Platz – und durchaus glücklich war, dass ich es nach dem Spiel, der Nachbereitung, der Heimfahrt vom Stadion nebst Umziehen und Abholen von Ben, praktisch auf die Minute genau auf 20 Uhr bis dahin geschafft habe. Unser Auto war sicher nicht ordnungsgemäß geparkt aber sei es drum, ein Knöllchen blieb zum Glück aus...

Comedian Ingolf Lück unterhielt uns und die anderen Besucher in der Kirche in seinem zweistündigen Solo-Programm mit lustigen Geschichten. Dass er dabei auch viel unsere gemeinsame Heimatstadt Bielefeld aufs Korn nahm und auch der Arminia einen durchaus breiten Raum einräumte, erfreute Ben und mich natürlich besonders; übrigens  mindestens noch einen anderen Besucher, der nämlich mit Arminia-Schal in der ersten Reihe saß… Irgendwann zückte Ingolf sogar seinen Arminia-Mitgliedsausweis und machte irgendeinen Gag. Ich bin allerdings ganz sicher – eine einstellige Mitgliedsnummer wie ich – die „7“ (auf die ich natürlich stolz bin)– hat er nicht. Ich hielt aber schön mein Maul und grinste…

Apropos Arminia: Nach dem Leverkusen-Spiel am kommenden Samstag werde ich nach Bielefeld fahren und den Samstagabend sowie den Sonntagmorgen mit meiner Mutter verbringen. Ich hoffe, dass ich das noch oft kann aber man weiß es ja nie... Die alte Dame ist zwar sehr rüstig aber eben doch schon 86 Jahre alt. Ich nutze jede sich bietende Chance, sie zu besuchen. Zwei Autostunden von Leverkusen nach Bielefeld sind ja ein Klax, wenn man, wie ich, normaler Weise sechs Autostunden entfernt lebt.

Sonntagmittag werde ich mich dann von meiner alten Dame verabschieden und die Heimreise antreten… allerdings mit einem kleinen Zwischenaufenthalt, 12 Kilometer von meinem Elternhaus entfernt, auf einer Alm…

Arminia kickt gegen Darmstadt. Erst danach werde ich die Fahrt nach Freiburg / Bad Krozingen wieder unter die Räder nehmen.

Aber das ist ja eigentlich schon ein Vorgriff auf das Leverkusen-Tagebuch… So long!